Der Embedded PC "Elgar"

Um zunächst einmal alle diesbezüglichen Fragen aus dem Weg zu räumen, den Namen "Elgar" könnte man eventuell als Akronym bezeichnen; er steht für

Elan
garantiert
anwendender
Rechner
und ist der Name meines Projektes gewesen. Wie kann jetzt ein Rechner von sich aus mit "Elan" versehen sein? Ganz einfach: Der Embedded PC wurde um einen Mikrocontroller von AMD namens Élan SC300 herum aufgebaut. Bei diesem Mikroccontroller handelt es sich um einen 386SX-kompatiblen CPU-Kern, der mit einiger zusätzlicher Peripherie versehen worden ist:

Struktur Élan SC 300

Datenblatt und Dokumentation dazu sind bei AMD erhätlich. Bei einem näheren Blick dorthin wird man auch Mikrocontroller mit 486-Kern entdecken. Diese waren allerdings noch nicht verfügbar, als ich an meiner Diplomarbeit schrieb bzw. entwickelte. Im Nachhinein ist auch zu sagen, daß die Probleme schon groß genug waren und sie durch das BGA-Gehäuse des Élan SC400 keineswegs verringert worden wären. Immerhin kann man an einem 208-poligen Gehäuse (quadratisch, 2cm Kantenlänge) - wenn auch mit Mühe - noch manuell messen, nur der Logic-Analyzer läßt sich eben nicht mehr direkt anklemmen.

Wie in der vorhergehenden Abbildung schon zu sehen ist, sind verschiedene Möglichkeiten vorhanden, den Élan-Mikrocontroller zu betreiben. Die Elgar-Platine ist nun so entwickelt worden, daß an das System ein LC-Display anschließbar ist, so daß (nachdem das Display lief) eine hervorragende Debug-Möglichkeit vorhanden war. Natürlich war es mit relativ großem Aufwand verbunden, dieses Display anzusteuern, zumindest verglichen mit dem ersten benutzten Anschluß, der seriellen Schnittstelle. Einen Überblick über das gesamte System gibt die folgende Abbildung:

Aufbau des Elgar

Die in der vorangehenden Abbildung dargestellten Hardwarekomponenten sind auf ihre Anwendbarkeit hin getestet, d.h. für alle Signale, die irgendwann einmal benötigt werden, ist zumindest sichergestellt, daß diese auch zu erzeugen sind. An externen Komponenten (zumindest großenteils) benutzbar sind derzeit LCD-Anschluß, Flash-PROMs, Tastaturport, paralleler und serieller Port sowie die verschiedenen Speicher. Weitere Hardwareteile warten auf einen Studien- oder Diplomarbeiter (bzw. -arbeiterin), der das BIOS weiter vervollständigt.

Wird fortgesetzt!

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[Institut für zuverlässiges Rechnen] [Dirk Baack]