Eine etwas andere Art, NFS unter DOS zu nutzen.

Dirk Baack

10. Dezember 1999

Zusammenfassung:

Während Suns PC-NFS eine recht teure Variante ist, um auf einen Homebereich auf einem Server wie auf ein Laufwerk zuzugreifen, schildere ich hier eine kostenlose Variante, die man unter Verwendung von Samba und dem frei verfügbaren MS-Lanclient nutzen kann.

Man nehme ...

Zunächst benötigt man also den Microsoft Network Client. Dieser ist unter anderem direkt von Microsoft über ftp erhältlich. Zum Zeitpunkt der Erstinstallation dieses Systems waren unter der Adresse ftp.microsoft.com/bussys/Clients/msclient/ die zugehörigen Dateien zu finden.

Nach dem Entpacken dieser Dateien in ein temporäres Verzeichnis unter DOS muß für die weitere Konfiguration zunächst der passende Netzwerkkartentreiber eingebunden werden, man benötigt also die Treiber zur Netzwerkkarte.

Installation unter DOS

Zunächst entpacke man die beiden zum LAN-Client gehörenden Dateien in ein temporäres Verzeichnis. Ebenso kopiere man die Netzwerkkartentreiber in ein weiteres temporäres Verzeichnis. Diese sehe man sich sogleich an, um später zu wissen, in welchem Unterverzeichnis sich die NDIS-Treiber befinden, denn diese werden vom Network Client benötigt.

Die Installation geschieht folgendermaßen:

Abschließend erzeugt das Setupprogramm noch neue DOS-Konfigurationsdateien (config.sys und autoexec.bat), für deren Ausführung man eventuell noch sorgen muß, besonders, wenn man das DOS menügesteuert startet.

Weitere DOS-seitige Einstellungen

Neben den über das Konfigurationsprogramm vorzunehmenden Einstellungen sollte man noch zwei Dateien im Installationsverzeichnis des Clients manuell manipulieren:

Konfiguration auf der Samba-/Linux-Seite

In der Datei /etc/smb.cfg auf dem Linux-Rechner namens lamstedt wird konfiguriert, wo die Logon-Datei, die beim Einloggen über Windows oder DOS ausgeführt wird, liegt. Sie sollte folgenden Inhalt haben:

@echo off
if not exist c:\dos\nul net use p: \\lamstedt\public
if not exist c:\dos\nul net use u: /home
if exist c:\dos\nul net use f: /home
if exist c:\dos\nul net use lpt2: \\lamstedt/ps2u
net time \\lamstedt /SET /YES
Das bedingt natürlich, daß sich die Windows- und die DOS-Installation zumindest dadurch unterscheiden, daß in der einen ein Verzeichnis DOS vorliegt und in der anderen nicht. Sonst müßte man andere Unterschiede suchen. Der Abgleich der Systemzeit ist häufig auch ganz hilfreich.

Anmerkungen zur Benutzung

Beim Anmelden unter DOS wird zunächst nach einem Benutzernamen gefragt. Dieser ist natürlich anzugeben Er muß mit dem Namen, unter dem man auf dem Server bekannt ist, identisch sein. Die nächste Frage bezieht sich auf ein lokales Paßwort. Es ist nicht nötig, dieses anzugeben, vielleicht ist es sogar schädlich. Nur in wohlbegründeten Fällen sollte man die sich daran anschließende Frage nach dem Erstellen einer lokalen Paßwortdatei bejahen. Immerhin wird behauptet, daß es mit geringem Aufwand möglich sei, von der Paßwortdatei auf das Paßwort zu schließen. Schließlich ist das Paßwort für die Anmeldung auf dem Server anzugeben.

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Eine etwas andere Art, NFS unter DOS zu nutzen.

This document was generated using the LaTeX2HTML translator Version 96.1-h (September 30, 1996) Copyright © 1993, 1994, 1995, 1996, Nikos Drakos, Computer Based Learning Unit, University of Leeds.

Nachbearbeitungen vom Autor

The command line arguments were:
latex2html -no_subdir -split 0 nfs_dos.tex.

The translation was initiated by Dirk Baack on Fri Dec 10 18:59:35 MET 1999


Dirk Baack
Fri Dec 10 18:59:35 MET 1999